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IDA macht Schule

IDA war im Mai zweimal bei einer 6. Klasse im Ethikunterricht zu Besuch- und hatte dabei tatkräftige Unterstützung. Zusammen mit 5 Geflüchteten und IDA-Aktiven haben wir IDA vorgestellt und über Vorurteile gegenüber Geflüchteten geredet. Zunächst haben wir Vorurteile gesammelt, die die Kinder gegenüber Geflüchteten kennen und von den Erfahrungen der Geflüchteten erfahren. "Flüchtlinge haben eine schlechte Schulbildung" oder "Flüchtlinge nehmen uns die Arbeitsplätze weg" waren noch unter den harmloseren Vorurteilen, denn auch "Flüchtlinge sind gefährlich und kriminell" stand am Ende der ersten Stunde auf unseren Karten. Von der Gegenseite hörten wir zum Beispiel, dass Kinder aus Angst oft einen großen Bogen um Menschen mit dunklerer Haut und Haaren machen - das verletzt, gibt zu Denken. Während in der ersten Stunde sich alle erst einmal kennenlernen mussten und die Kinder - genau wir wir! - noch ein bisschen schüchtern waren, konnten wir in der zweiten Stunde ganz entspannt in unsere Gruppengespräche gehen. Jede Frage durfte gestellt werden, es ging um Herkunftsland und persönliche Fluchtgründe, um Familie, um Deutschland und das Ankommen hier - aber auch um Fußballclubs, um Pizza und Lieblingsorte in Dresden. Ganz nach dem Motto: Vorurteile baut man am besten ab, wenn man mehr übereinander erfährt und "Vorurteilswissen" durch persönliches Wissen ersetzt. Das Projekt war auch für uns eine Premiere - aber ein voller Erfolg und hoffentlich nicht das letzte Mal! Auch die Kinder haben sehr positive Rückmeldungen gegeben. "Flüchtlinge sind ja ganz freundlich", stellt man da gleich mehrmals fest und ein Mädchen freut sich über die Einblicke, die sie in die in diesem Fall syrische Kultur bekommen hat. Wir danken Elisa Graupner, der engagierten Lehrerin und ehemaligen IDA-Ehrenamtlichen, für diese tolle Idee und die Kooperation!

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