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Bürgergespräch mit Dozierenden der TU Dresden

Januar 15 @ 3:00 pm - 5:00 pm

Angesichts von Fremdheit, Rassismus und Diskriminierung in der Stadt geben Dozierende der TU Dresden im Rahmen von Courage: Wissen, Sehen, Handeln! Impulse zur Frage "Wie wollen wir zusammenleben?"

Im Rahmen des Bürgergesprächs stellen sich Forscher*innen verschiedener Fachbereiche der TU Dresden als Gesprächspartner für Bürger*innen der Stadt zur Verfügung.

Das Bürgergespräch ist dabei nicht nur eine Gelegenheit, bei der interessierte Bürger*innen Fragen an Experte*innen aus der Wissenschaft richten können, sondern ein Raum des gleichberechtigten Austauschs, bei dem beide Seiten voneinander profitieren. So sind auch die Bürger*innen Experte*innen ihres Alltags: ihre Erfahrungen können der Forschung neue Impulse geben. Zugleich erhoffen wir uns, dass unsere Wissenschaftler*innen neue Denkanstöße initiieren.

Unter der Frage "Wie wollen wir zusammenleben?" lassen sich weitere Fragen wie diese diskutieren: Was bedeutet „Fremdsein“? Wie funktionieren Exklusion und Diskriminierung? Lässt sich „Überfremdung“ demografisch nachweisen? Wie kann „Fremdheit“ überwunden werden? Welche Visionen für das zukünftige Zusammenleben in der Stadt gibt es?

Für das Bürgergespräch wurde bewusst ein Ort ausgewählt, an dem täglich unterschiedlichste Menschen aufeinandertreffen. Als Ort der Begegnung und des Austausches ist die Straßenbahn-Sonderfahrt daher besonders geeignet.

Die Gespräche werden vom Zentrum für Integrationsstudien (ZfI) dokumentiert und später ausgewertet. Dafür wird zusätzlich zum*zur Gesprächspartner*in an jedem Gespräch ein*e ZfI-Mitarbeiter*in teilnehmen. Es ist geplant, kurze Ausschnitte aus den Gesprächen zu veröffentlichen, jedoch anonym und ohne Weitergabe von Daten an Dritte.

Eine vorhergehende Anmeldung zum Gespräch mit dem*der jeweiligen Wunschexperte*in ist zwingend erforderlich und ab dem 18. Dezember 2017 unter www.tu-dresden.de/buergergespraech-dvb möglich. Außerdem besteht Mo.-Fr. jeweils von 10:00-13:00 Uhr die Möglichkeit, sich auch über die Telefonhotline unter 0351 463 32222 anzumelden.

Folgende Dozierende wollen mit euch ins Gespräch kommen:

1. Gerhard Ehninger: Der Mediziner ist Mitbegründer von "Dresden Place to be e.V." und kann z.B. auf diese Fragen antworten: Welche Herausforderungen und Probleme stellen sich für Menschen, die neu in Dresden ankommen? Warum erfahren sie zum Teil Ablehnung von den hier lebenden Bürger*innen? Was muss sich verändern, damit Menschen in Dresden besser zusammenleben?

2. Steffen Kailitz: Der Politikwissenschaftlier beschäftigt sich mit der Funktionsweise von Demokratien und anderen Staatsformen. Mögliche Fragen an ihn könnten sein: Schafft sich die Demokratie gerade selbst ab? Vertrauen die Bürger*innen noch den Eliten? Wie sollen wir mit der Zunahme von rechtspopulistischen Strömungen umgehen?

3. Michael Kobel: Der Teilchenphysiker leitet im Netzwerk "Willkommen in Löbtau" die Arbeitsgruppe "Ausbildung und Arbeit", die Geflüchtete bei der Suche nach Ausbildung und Arbeit unterstützt. Dementsprechend kann er z.B. auf folgende Fragen antworten: Welche Herausforderungen und Probleme ergeben sich durch die Zuwanderung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Wie können Geflüchtete in den Arbeitsmarkt integriert werden? Wollen „die“ überhaupt arbeiten? Was bringen sie für Fähigkeiten mit?

4. Ina Krause: Die Soziologin beschäftigt sich intensiv mit dem deutschen Arbeitsmarkt, weshalb sie z.B. auf folgende Fragen antworten kann: Wie verändert sich die Arbeitswelt in den nächsten Jahren? Welchen Wandel stößt die aktuelle Digitalisierungswelle an? Verschwindet die Mittelschicht? Wie können Migrant*innen in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden? Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben?

5. Winfried Müller: Der Historiker beschäftigt sich mit der Geschichte Dresdens und Sachsens und hier mit Fragen nach Identität, Religion, Gemeinschaft. Er könnte z.B. folgende Fragen beantworten: Wie wurde mit gesellschaftlichen Konflikten in der Vergangenheit umgegangen? Waren Flüchtlings- und Migrationswellen schon immer Anlass für Konflikte? Oder konnten diese produktiv genutzt werden?

6. Anna-Maria Schielicke: Die Kommunikationswissenschaftlerin beschäftigt sich mit der deutschen Medienlandschaft, weshalb z.B. folgende Fragen an sie gestellt werden könnten: Sind Journalisten noch glaubwürdig? Manipuliert uns die „Lügenpresse“? Was sind Fakenews und wie erkenne ich sie? Was ist überhaupt dran an dem Vorwurf der „Lügenpresse“? Wie entstehen Vorurteile in und mit den Medien?

7. Swen Steinberg: Der Historiker forscht intensiv zur Migrationsgeschichte Sachsens und kann z.B. auf folgende Fragen antworten: Wie wurden Zugezogene in Sachsen aufgenommen? Inwiefern konnte Sachsen von Zuwanderung profitieren? Wie wurden gesellschaftliche Konflikte der Vergangenheit gelöst? Und was lernen wir daraus für die Zukunft?

8. Markus Tiedemann: Herr Tiedemann forscht im Bereich philosophischer Bildung und hier erforscht er v.a. Gelingensbedingungen für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er kann z.B. auf folgende Fragen antworten: Welche Rolle spielen Werte in einer polarisierten Stadtgesellschaft? An welchen Werten entscheidet sich die Frage, wie wir zusammenleben wollen? Welche Werte sind wichtig für unsere Gesellschaft? Wie und warum verändern Zuwanderung und Populismus unsere Werte?

Ausführlichere Informationen zu den Dozierenden findet ihr ebenfalls unter www.tu-dresden.de/buergergespraech-dvb.

Details

Datum:
Januar 15
Zeit:
3:00 pm - 5:00 pm

Veranstaltungsort

Straßenbahn Sonderfahrt der DVB ab Dresden Hauptbahnhof/Wiener Platz, Haltestelle 7/10